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DeportationClass Stop!


LH 588 - Hörbildpräsentation
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Körperverletzung im Amt ein
Diskussionsveranstaltung "Abu Ghraib lässt grüßen"
Empfehlungen des UN-Anti-Folter-Auschusses an die Bundesregierung in Berlin diskutiert
Neuer Prozess gegen BGS-Beamte nach Tod von Ageeb
PRO ASYL erstattet Strafanzeige gegen vier BGS-Beamte
Aktionsbündnis erstattet Anzeige gegen Kapitän
„Fahrlässige Tötung durch Unterlassen“
Die Fesselung von Aamir Ageeb bei seiner Abschiebung
ai: Prozessbeginn im Fall Aamir Ageeb
Tod bei Abschiebung
BGS-Beamte im Fall Aamir Ageeb wegen fahrlässiger Tötung angeklagt
Prozess gegen BGS-Beamte beginnt am 02.02.2004
Kampagne gegen Abschiebungen Abschiebehaft und Abschiebelager
Dritter Todestag des bei einer Abschiebung ums Leben gekommenen Sudanesen Aamir Ageeb
Fesselungen bei Abschiebungen
Untersuchungsbericht der Staatsanwaltschaft Frankfurt zu Aamir Ageebs Tod
Neue Erkenntnisse zum Abschiebetod des Aamir Ageeb
Informationspolitik der Bundesregierung zum Todesfall von Aamir Ageeb
Abschiebepraxis bei Suizidgefahr
Trug das Land Baden-Württemberg Mitverantwortung am Tod des abgeschobenen Sudanesen?
Rückführungen werden wieder aufgenommen
Bundesinnenministerium: Bericht über den Tod von Aamir Ageeb
Schily: Erlaß bleibt vorerst bestehen
Abschiebestop für Aufklärung nicht nötig
Menschenrechte beginnen zu Hause!
Stellungnahme zum Gerichtsmedizinischen Gutachten
Rechtsmedizinisches Institut Uni München: Obduktionsbericht
ai: Jahresbericht Deutschland 2003
ai: Jahresbericht Deutschland 2002
ai: Jahresbericht Deutschland 2001
ai: Jahresbericht Deutschland 2000
ai: Jahresbericht Deutschland 1999
ai: Jahresbericht Sudan 2002
ai: Jahresbericht Sudan 2001
ai: ai: Jahresbericht Sudan 2000
ai: Jahresbericht Sudan 1999
Der Fall Aamir Ageeb
Ärzte als Abschiebehelfer?
Sudanese bei Abschiebung umgekommen
Death of Sudanese Asylum-seeker
Concerns in Europe - Germany
Zur ewigen Ruhe gefesselt
Tod des Sudanesen Aamir Ageeb
Hilfsmittel zur Durchführung von Abschiebungen unter Zwang
Online-Demonstration
Vereinigung Cockpit: Abschiebungen
Redebeitrag im Namen der Studentlnnenschaft der KSFH München zum 1. Todestag
Gedenken an Aamir Ageeb am 28.5.2000 in München
Rede zur Gedenkveranstaltung am 28.5.2000 in München
Gedenkveranstaltung zum 1. Todestag von Aamir Ageeb
DeportationClass Stop!
Staub-Bernasconi: Gedenkveranstaltung zum 1. Todestag von Aamir Ageeb
Interreligiöse Gedenkveranstaltung zum 1. Todestag von Aamir Ageeb
Rückführungen auf dem Luftweg
Zum 1. Todestag von Aamir Ageeb
Erklärung des Fachbereichsrats zum Tod von Aamir Ageeb
Abschiebung: Klare Verantwortung herstellen
Rede bei der Demonstration in Hamburg
Wir trauern um Aamir Ageeb!!!
Wir trauern um Aamir Mohamed Ageeb!
Der Abschiebetod von Aamir Ageeb hätte vermieden werden können
Resolution der StudentInnen der KSFH München

DeportationClass Stop!

Kein Mensch ist illegal, Presseerklärung, Köln, München, Frankfurt, 22.05.2000

DeportationClass Stop!

26. - 28. Mai 2000: Aktionstage der Initiative KEIN MENSCH IST ILLEGAL gegen Abschiebungen durch die Lufthansa

In Hamburg, Bremen, Frankfurt, Köln, Freiburg, München, Regensburg, Würzburg und Tübingen protestiert KEIN MENSCH IST ILLEGAL zwischen dem 26. und dem 28. Mai 2000 gegen Abschiebungen durch die Lufthansa. Anlass ist der Todestag des Sudanesen Aamir Ageeb, der im Mai vergangenen Jahres an Bord einer Lufthansamaschine nach Kairo erstickte. Beamte des Bundesgrenzschutzes hatten ihn gefesselt, ihm einen Motorradhelm auf den Kopf gesetzt und ihn so lange in den Sitz gedrückt, bis er starb.

Ageeb war nicht das erste Todesopfer der brutalen Abschiebepraxis. Bereits im August 1994 war der Nigerianer Kola Bankole ebenfalls an Bord einer Lufthansamaschine gestorben. Konsequenzen hatten diese tödlichen Abschiebungen bisher nicht. Nach einer Schamfrist von wenigen Wochen, in der zunächst keine Abschiebungen mehr mit Gewalt durchgeführt wurden, gingen Bundesinnenministerium, Ausländerbehörden und die Luftfahrtgesellschaften im letzten Jahr wieder zur Tagesordnung über. Trotz vereinzelter couragierter Proteste von Passagieren, kritischen Aktionären und antirassistischen Gruppen fungiert die Lufthansa weiterhin als willfähriger Handlager der Ausländerbehörden. Allein im vergangenen Jahr wurden zwischen 10 bis 20.000 sogenannte Deportees mit Linienmaschinen der Lufthansa abgeschoben. Auch wenn die Pressestelle des Konzerns inzwischen behauptet, gegen den Widerstand der Betroffenen würde niemand mit der Lufthansa mehr ausgeflogen, sieht die Realität anders aus. In den vergangenen Monaten kam es an Bord von Lufthansamaschinen immer wieder zu Zwischenfällen, bei denen Abgeschobene von Polizisten misshandelt wurden. Erst eine eindeutige Erklärung des Vorstandes, keine Abschiebungen mehr durchzuführen und eine entsprechende Dienstanweisung der Geschäftsleitung, kann verhindern, dass Menschen bei der Abschiebung brutal misshandelt, verletzt oder getötet werden. Die Erklärung der Lufthansa vom April, die Prognose der Behörden über die "Gewaltbereitschaft von Deportees sehr kritisch zu prüfen" ist zynisch, schließlich ist jede Abschiebung ein Akt der Gewalt und nicht der verzweifelte Versuch von Menschen, die sich aus Angst dagegen wehren.

»Deportation Class - gegen das Geschäft mit Abschiebungen« ist der Titel einer Kampagne, die KEIN MENSCH IST ILLEGAL im April der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Ziel ist, auf Fluglinien, die sich für die Beförderung von gewaltsam in das Flugzeug verschleppten Menschen bezahlen lassen, öffentlichen Druck auszuüben, sowie Passagiere und Bordpersonal zum Eingreifen auffordern. Die Kampagne richtet sich zunächst vor allem gegen die Lufthansa, weil die Airline ihre Flugverbindungen in die ganze Welt für Abschiebungen zur Verfügung stellt. Im März und April fanden in vielen deutschen Städten erste Aktionen statt, auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, auf den Flughäfen Hamburg, Hannover und München sowie beim Ausbildungszentrum der Lufthansa bei Frankfurt.

Um den Druck auf die Geschäftsleitung der Lufthansa zu erhöhen, werden zwischen dem 26. und dem 28. Mai auf den Flughäfen in Hamburg (26.5.), Bremen, Frankfurt und Köln (jeweils 27.5.) sowie vor Lufthansavertretungen in Freiburg, München, Regensburg, Tübingen und Würzburg Protestaktionen stattfinden.

Sie können unter 0172-8910825 direkt mit den AktivistInnen von KEIN MENSCH IST ILLEGAL Kontakt aufnehmen und sich über die Aktionen vor Ort informieren.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.deportation-alliance.com